Kognitive Apokalypse

Seit Entwicklung des Homo sapiens gab es wohl nie so viel "freie Gehirnzeit" wie heute - also Zeit, in der das menschliche Gehirn sich nicht mit überlebensnotwendigen Dingen beschäftigen muss. In diesem Buch befasst sich der französische Soziologe Kognitive Apokalypse Gérald Bronner mit der Frage, was Menschen mit dieser Zeit anfangen - und was eben nicht. Wenig überraschend nimmt die Zeit mehr oder weniger sinnlosen "Daddelns" im Internet immer mehr Raum ein, denn Menschen sind gefräßige Wesen mit einer Schwäche für kognitives Fastfood. - Wesentlich mehr als eine - allerdings gelungene - Bestandsaufnahme wird in diesem Buch eigentlich kaum geboten. Hinzu kommt noch die Auseinandersetzung mit einigen Thesen, die jedoch zumindest für durchschnittlich am Thema interessierte Leser/-innen schon arg ins soziologische "Klein-Klein" gehen. Insgesamt ist der Titel also eher für große Sachbuchbestände geeignet.

Thomas Oberholthaus

Thomas Oberholthaus

rezensiert für den Borromäusverein.

Kognitive Apokalypse

Kognitive Apokalypse

Gérald Bronner ; aus dem Französischen von Michael Bischoff
C.H.Beck (2022)

285 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 612072
ISBN 978-3-406-79128-4
9783406791284
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Te
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