Iran ohne Islam

40 Jahre islamische Republik haben den Iran verändert. Waren die Menschen vor dem Sturz des Schahs mehrheitlich fromme Muslime und erfreut über die Rückkehr Chomeinis, so hat sich mittlerweile eine große Mehrheit der Bevölkerung vom Islam abgewendet, Iran ohne Islam 8% bekennen sich sogar zum vorislamischen Zoroastrismus. In Umfragen zeigt sich, dass der Iran das mit Abstand säkularisierteste Land im Nahen Osten ist. Die Gesellschaft ist jung und gebildet, wohnt mehrheitlich in Städten. Gute Voraussetzungen also für die Einführung einer Demokratie. Dieses Potential erkennt auch das Regime und begreift es als Bedrohung, reagiert mit Härte auf die immer wieder aufflammenden Proteste. In ihrem Buch resümiert die Autorin die mitunter wechselhaften Entwicklungen im Iran der letzten Jahrzehnte und zeigt eine Gesellschaft im Umbruch. - Für größere Büchereien und an der Entwicklung im Nahen Osten interessierte Lesende empfehlenswert.

Martina Häusler

Martina Häusler

rezensiert für den Borromäusverein.

Iran ohne Islam

Iran ohne Islam

Katajun Amirpur
C.H.Beck (2023)

240 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 613994
ISBN 978-3-406-80306-2
9783406803062
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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