So weit das Licht reicht
Von den Tieren der Tiefsee geht immer eine besondere Faszination aus, denn sie müssen an spezielle Lebensbedingungen angepasst sein, beispielsweise den hohen Wasserdruck, die Dunkelheit und das karge Nahrungsangebot. Diese Besonderheiten stellt die
amerikanische Wissenschaftsjournalistin hier in ihrem ersten Buch heraus und schreibt über Oktopusse, chinesische Störe, die Zerlegung eines Blauwalkadavers, das Leben am Meeresboden, wo es um hydrothermale Schlote vielfältiges Leben gibt, über Riesenborstenwürmer, die Verwandlungsfähigkeit von Sepien, die Schwarmbildung von Salpidae und fast unsterbliche Quallen. All das verbindet sie in teilweise poetischer Sprache mit ihrer persönlichen Geschichte und der Geschichte ihrer chinesischen Vorfahren. Es geht u.a. um häufigen Wohnungs- und Schulwechsel, um Freizeitbeschäftigungen, um Partys und um ihre Ausbildung. Ein 20-seitiges Literaturverzeichnis schließt das Werk ab, das leider außer ein paar Zeichnungen bei den Kapitelanfängen keinerlei Abbildungen enthält. Tier- und Meeresfreunden zu empfehlen.
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
So weit das Licht reicht
Sabrina Imbler ; mit Illustrationen von Simon Ban ; aus dem Englischen von Anja Kauß
C.H.Beck (2023)
282 Seiten : Illustrationen
fest geb.