Jutta Limbach
Die Berliner Juristin Jutta Limbach stammt aus einer sozialdemokratisch geprägten Familie. Schon ihre Großmutter war eine engagierte Frauenrechtlerin. 1972 wurde Limbach Professorin in Berlin. In der turbulenten Wendezeit von 1989 bis 1994 war sie
Justizsenatorin. 1994 wurde sie als erste Frau in der Nachfolge von Roman Herzog in das Amt als Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe berufen. Im Ruhestand von 2002 bis 2008 übernahm sie noch die Aufgabe der Präsidentin des Goetheinstituts. Gelegentlich unkonventionell, sehr couragiert und als brillante Juristin hat sie Verantwortung in der Gesellschaft und im Staat übernommen. Ihr Familienmodell als Mutter von drei Kindern und mit einem "Hausmann" an ihrer Seite war für ihre Generation ganz außergewöhnlich. – Budde hat mit vielen Weggefährten und der Familie Gespräche geführt und konnte die Tagebücher von Limbach auswerten. Herausgekommen ist ein hochinteressantes, lebendiges Stück Zeitgeschichte, nur manchmal hätte man sich vielleicht etwas mehr kritische Distanz gewünscht. Für größere Bestände gut geeignet.
Marion Sedelmayer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Jutta Limbach
Gunilla Budde
C.H.Beck (2025)
331 Seiten : Illustrationen
fest geb.