Tage des Lichts
Der Ostersonntag 1938 endet für die neunzehnjährige Ivy in einer Tragödie. Beim nächtlichen Schwimmen im Fluss wird ihre Aufmerksamkeit von einem sonderbaren Licht gefesselt, sodass sie nicht bemerkt, wie ihr älterer Bruder ertrinkt. Ihr ganzes
Leben lang wird Ivy das Mysterium dieses Lichts und seine spirituelle Bedeutung beschäftigen. Doch auch kurzfristig gibt der Verlust ihrem Leben eine neue Wendung: Statt ihren eigenen beruflichen Weg zu finden, heiratet sie schnell und wird vollständig vom Familienleben eingenommen. Bis eines Tages Frances wieder in ihr Leben tritt, die Freundin ihres verstorbenen Bruders, die schon damals eine besondere Faszination auf sie ausgeübt hat. – „Tage des Lichts“ erzählt ein ganzes Leben, beschränkt sich dabei aber auf die Betrachtung von sechs schicksalhaften Tagen, an denen Liebe, Freude, Trauer und Enttäuschung Ivy einen neuen Pfad einschlagen lassen. Kunstvoll erzählt und voller Emotion, ohne überzogen zu wirken – gerne zu empfehlen.
Marlene Knörr
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Tage des Lichts
Megan Hunter ; aus dem Englischen von Judith Schwaab
C.H.Beck (2026)
303 Seiten
fest geb.