Inseltage mit Rosa
Linnea, genannt Lila, soll ein Wochenende mit ihrer finnischen Oma Mu auf einer kleinen Schäreninsel verbringen. Lila macht es nichts aus, dass sie ihre Oma Mu eigentlich gar nicht so gut kennt. Sie spricht ohnehin kaum und zieht sich in ihre Fantasiewelt
zurück, in der sie mit ihrer besten Freundin Rosa herrliche Abenteuer erlebt. Als ein Sturm aufkommt, die Vorräte knapp werden und Mu auch noch einen Hexenschuss hat, kommen sich Großmutter und Enkelin näher. Linnea wendet sich der Realität zu und kann erstmals über ihre Trauer um Rosa sprechen, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Und auch Mu erzählt von ihren Gefühlen der Trauer um ihre dementiell veränderte Partnerin, die sie nicht mehr erkennt. – So empathisch, klug und gefühlvoll wurde selten eine Geschichte um Verlust und Trauer erzählt. Die norddeutsche Autorin schafft es, uns mit dieser Geschichte das Herz zu erwärmen, während wir noch mit dem Kloß im Hals kämpfen. Allen Beständen dringend empfohlen.
Barbara Dorn
rezensiert für den Borromäusverein.
Inseltage mit Rosa
Mareike Krügel ; mit Bildern von Anna Schilling
Beltz & Gelberg (2025)
139 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9