Die Sonne nervt!
Lena versteht nicht, weshalb alle die Sonne lieben. Die Sonne schmilzt ihr Eis, sie muss sich immer eincremen, es ist zu heiß und der Kakao schmeckt nur bei Regenwetter. Das Gute an der Sonne ist für das Kind nur der Schatten. Nur bei Regenwetter
ist sie froh, denn dann muss sie nicht raus und kann es sich gemütlich machen. Deshalb erhofft sie sich die besten fünf Minuten ihres Lebens, wenn die Sonne während der Sonnenfinsternis hinter dem Mond verschwindet. Und dann ist es endlich so weit, doch wider Erwarten wird es ihr in der zunehmenden Dunkelheit unheimlich. Die Vögel verstummen und sie fröstelt. Mit den ersten Sonnenstrahlen beginnen die Vögel zu zwitschern und ihr wird wieder warm. Ihr Glück bringt sie in vielen Sonnenwörtern zur Geltung und findet die Sonne jetzt gar nicht mehr nervig. – Die Illustrationen sind es, die das Bilderbuch ganz besonders machen. Im Vorsatz gibt es auf blauem Grund lauter Regensachen und auf dem hinteren Vorsatz dann die Sonnensachen. Neben dem Text, der die Sonnenfinsternis mit einfachen Worten erklärt, machen die Bilder die Stimmung. Darüber hinaus gibt es auf jeder Doppelseite viel zu entdecken. Eine partielle Sonnenfinsternis kann man in Deutschland am 12. August 2026 erleben. „Die Sonne nervt“ ist eine perfekte Vorbereitung auf dieses kosmische Spektakel und erklärt Kindern leicht verständlich, was passiert, wenn es am Tag dunkel wird.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Sonne nervt!
Matthias Kröner ; Illustration: Lucia Zamolo
Beltz & Gelberg (2026)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4