Der Ruf des Wasserspeiers
Nicky Tomlin wurde wegen ihrer guten schulischen Leistungen in die hoch angesehene Ashfield Academy berufen, wo sie im 3. Jahrgang aufgenommen wird. Ihre Eltern betreiben einen Fischimbiss, sie kann daher in einigen Belangen nicht mit den reichen Mitschüler:innen
mithalten, weshalb sie sich zunächst auf der Schule unwohl fühlt. Ihre Zimmergenossin Agatha verhält sich außerdem ausgesprochen abweisend, nur Ben aus dem 5. Jahrgang umschmeichelt sie. Doch dann bemerkt Nicky, dass sie Gedanken hören kann und lernt Pauly und Shu kennen, die ebenfalls magische Fähigkeiten haben. Zusammen mit Agatha bilden die vier einen Zirkel, um größere Zauberkraft zu erlangen und einen Jungen zu befreien, der spurlos verschwunden ist. Dabei entfesseln sie jedoch ungeahnte Kräfte und werden plötzlich von Wasserspeiern der nahegelegenen Kapelle bedroht. Ein spannender Wettlauf beginnt. Gelingt es ihnen, den Jungen ebenso wie weitere verschollene Kinder zu erlösen? – Die Autorin ist Theaterwissenschaftlerin und hat mit dem Thema Zauberkunst promoviert. Mit ihrem Kinderbuchdebüt führt sie in die Welt der Ashfield Academy ein, in der neben ganz normalen Kindern auch solche mit magischen Kräften unterrichtet werden. Das liest sich flott und ist spannend und macht neugierig auf die Fortsetzung.
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Ruf des Wasserspeiers
Sophie Oldenstein
Beltz & Gelberg (2026)
Ashfield Academy ; Band 1
219 Seiten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11