Das schaurige Haus

Der 13-jährige Hendrik ist mit seinem kleinen Bruder Eddi und seinen Eltern aus Sachsen nach Bayern gezogen. Doch er findet nur schwer Anschluss, vor allem der gleichaltrige Chris mobbt ihn und verspottet den "Ossi". Große Sorgen bereitet ihm auch Das schaurige Haus sein kleiner Bruder Eddi, der immer wieder nachts schlafwandelt. Nach und nach erfährt Hendrik, dass sie im Haus der Familie Schneckmann wohnen, in dem vor 10 Jahren die Mutter ihre zwei Kinder mit Pilzen vergiftete. Die Mutter wurde dafür verurteilt, da sie die vergiftete Mahlzeit überlebte. Je mehr Hendrik nachforscht, desto stärker ist er davon überzeugt, dass die Mutter, wie sie immer beteuerte, unschuldig ist, und dass ihre zwei toten Jungen mithilfe seines Bruders den Fall aufklären wollen. Mit neu gewonnenen Freunden und mit weiteren Träumen von Eddi gelingt ihnen das auch und eine Frau aus dem Dorf gesteht die Tat. Hendrik ist erleichtert, vor allem, als er merkt, dass er sich den Fluch der Ermordeten über das Dorf wohl nur eingebildet hat. - Aus anfänglich normalen Begebenheiten wird eine unheimliche, schaurige Geschichte gewoben, die den Leser in ihren Bann zieht. Die Probleme als "Neuer", die Hendrik hat, sind für jeden Gleichaltrigen nachvollziehbar. Ein Buch, das vom Zusammenhalt einer Familie erzählt, die sich Neuem stellt und es dadurch meistert. Schade, dass das Deckblatt wenig ansprechend ist. - Ein Buch, dem man viele Leser wünscht. Breit empfohlen.

Brigitte Hölzle

Brigitte Hölzle

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das schaurige Haus

Das schaurige Haus

Martina Wildner
Beltz & Gelberg (2012)

205 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 349522
ISBN 978-3-407-79995-1
9783407799951
ca. 12,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 11
Systematik: K
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