Die geheime Hütte im Wald
Nikita ist mit seiner Tante Dina aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. Sein Vater ist im Krieg und seine Mutter muss als Leiterin eines Krankenhauses in Kiew bleiben und sich zudem um die Uroma kümmern. Untergekommen sind Nikita und Dina im
Gästezimmer einer deutschen Familie. Auch wenn er sich so sehr bemüht, kann Nikita noch nicht so gut Deutsch, was für Belustigung unter seinen Klassenkameraden sorgt. Einen richtigen Freund oder eine Freundin hat er noch nicht. Außerdem vermisst er seine Mutter sehr. Ein Ventil für den zurückhaltenden Jungen sind seine Streifzüge durch den Wald mit der Hündin seiner Gastfamilie. Eines Tages entdeckt er, dass zwei seiner Klassenkameraden eine geheime Waldhütte bauen. Allzu gerne würde er mitmachen, aber sie lehnen das ab. Nach einigen Verwicklungen wird diese Hütte für Nikita und seine Tante ein wichtiges Puzzleteil zum Ankommen in der neuen Heimat. – Wie ist es, ohne Eltern und Freunde in ein neues Land zu kommen, ohne die Sprache und die Kultur zu kennen? Diese Erfahrungen vieler geflüchteten Kinder macht dieses Buch in der Reihe „READy – Bücher für alle, die einfach lesen wollen“ auf überzeugende Weise erlebbar. Angereichert mit einem spannenden Erzählstrang um eine Jugendbande und mit stimmungsvollen, herbstlichen Illustrationen, bietet dieses flüssig geschriebene Buch über Freundschaft und Toleranz gegenüber Migranten und anderen Religionen ein tolles Leseerlebnis. Ab 9 Jahren.
Maria Holgersson
rezensiert für den Borromäusverein.
Die geheime Hütte im Wald
Eva Lezzi ; mit Bildern von Stéffie Becker
Gulliver (2025)
116 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9