Nadja und Elias feiern Pessach
Nadja lädt ihren Freund Elias ein, mit ihr das Pessachfest zu feiern, an dem sich Juden und Jüdinnen an die Befreiung der Israeliten und Israelitinnen aus der Sklaverei und den Auszug aus Ägypten erinnern. Gemeinsam mit Eltern und Großeltern zelebrieren
sie den Sederabend, den Vorabend des Pessachfestes. Zunächst werden Lieder und Erzählungen aus der Haggada gesungen und vorgetragen. Die Exodus-Geschichte kennt Elias aus seinem Kommunionsunterricht. Dann essen alle vom traditionell gedeckten Sederteller, der sechs verschiedene Speisen bereithält. Nach dem rituellen Teil wird schließlich ausgelassen gefeiert. Die Illustratorin zeigt ein fröhliches Familienfest vor frühlingshaftem Grün, bebildert sehr anschaulich die besonderen Speisen sowie die Plagen, die über den Pharao kamen. Das sehr profunde Nachwort erklärt ausführlich den Ursprung von Pessach, stellt den Ablauf des Sederabends dar und beschreibt die Symbolik der Speisen wie Matze und Charosset. Hebräische Begriffe werden übersetzt und ein Rezept ist beigefügt. Die Autorinnen gehen zudem auf die Vielfalt des jüdischen Lebens ein, das orthodoxe Familien und liberale Gemeinden umfasst. Das Judentum bildet die Wurzel des Christentums, daher ist es wünschenswert, dass christliche Kinder zentrale Traditionen des Judentums kennen- und schätzen lernen. Mit diesem Buch (zu dem auch Kamishibai-Bildkarten erhältlich sind) bekommen Kinder einen wunderbar authentischen Einblick in ein zentrales Fest vermittelt und ihnen wird das Verbindende beider Weltreligionen bewusst. Sehr wertvoll für alle Büchereien und pädagogischen Einrichtungen, denn besser kann man Kinder nicht interreligiös bilden!
Melanie Schubert
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Nadja und Elias feiern Pessach
Eva Lezzi, Anna Maria Praßler ; Illustrationen von Cyndia Hartke
Vermes-Verlag (2026)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Auszeichnung: Religiöses Kinderbuch des Monats