1000 Gründe, warum ich unmöglich nach Portugal kann
Filipas Vater arbeitet seit Langem in der Schweiz und erzieht seit dem Tod seiner Frau die Kinder allein. An Filipas 11. Geburtstag wartet er mit einer Überraschung auf: Er möchte in die Heimat Portugal zurückziehen. Filipa ist entsetzt - sie fühlt
sich als Schweizerin! Auch möchte sie ihr soziales Netz, allen voran Freundin Nele, nicht verlieren. Beide denken sich, erfolglos, allerlei Aktionen (für den Leser sehr amüsant) zur Verhinderung des Plans aus und laufen schließlich sogar weg. Der große Bruder überzeugt Filipa schließlich, dass sie überall sie selbst sein kann; außerdem wird ihr großer Wunsch, einen Hund zu haben, in Portugal erfüllt. - In humorvollem Ton geschrieben, portugaltypische kulturelle Eigenheiten ("Sardinengrill") und großfamiliäre Aufgeregtheiten liebevoll karikierend, behandelt das Buch sehr einfühlsam, welchen Problemen sich Kinder bei Migration stellen müssen, geht aber auch auf die Nöte eines sich fremdbestimmt fühlenden Kindes an der Schwelle zur Pubertät ein. Ab 10 Jahren breit empfohlen.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
1000 Gründe, warum ich unmöglich nach Portugal kann
Katja Alves
Beltz & Gelberg (2012)
175 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10