Mein Leben als Witzfigur
Der Neujahrs-Vorsatz des 12-jährigen Derek: er will alles etwas ernster nehmen und erwachsener werden. Doch seine Versuche, diesen Vorsatz in die Tat umzusetzen, scheitern alle kläglich. Er ist und bleibt eine "Witzfigur", über die alle nur lachen,
gerade weil er so cool sein will. Schließlich beschließt er, bei einer Spielzeugsammlung für das Kinderheim mitzuhelfen. Weil er wie üblich zu spät kommt, bleibt ihm nur die "entwürdigende" Aufgabe, Puppen zu sammeln. So uncool hat er sich das Erwachsenwerden nicht vorgestellt. Aber er ist dabei sogar recht erfolgreich. Eine wertvolle alte Puppe behält er freilich zurück und versteigert "Baby Goldbarren" für über 200 Dollar, um sich und seinen Freunden mit dem Geld einen schönen Tag zu machen. Das geht natürlich auf originelle Weise schief... - Dieser flott geschriebene vierte Jugendroman aus der Derek-Reihe (zuletzt: BP/mp 13/423) trifft in der Sprache, aber v.a. auch in der Thematik genau das labile Lebensgefühl von 12-jährigen "Durchschnitts-Jungen", die ihre Rolle in der Erwachsenenwelt noch finden müssen. Die "Moral" ist unaufdringlich und ausgesprochen amüsant verpackt, wozu auch die vielen lustigen Strichmännchen-Cartoons von Jake Tashjian, dem Sohn der amerikanischen Autorin, beitragen. Sehr zu empfehlen!
Mein Leben als Witzfigur
Janet Tashjian. Mit Cartoons von Jake Tashjian
Boje (2014)
272 S. : zahlr. Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11