Retterin der Seepferdchen
Rebella ist genervt: weil ihre Eltern als "Ärzte ohne Grenzen" in der ganzen Welt unterwegs sind, muss sie in den Ferien zu ihrer Oma. Zu allem Überdruss soll sie dieser auch noch im Garten helfen, wo sie doch viel lieber Zeit an Handy und Computer
verbringt. In Ermangelung des Handys, das Rebella aus Wut gegen das Bett geworfen hat und das nun kaputt ist, beginnt sie Tagebuch zu schreiben. Alles Schlimme, was sie in den Ferien erleben wird, soll schonungslos zu Papier gebracht werden. Bei Oma angekommen, gibt es erst einmal eine Überraschung. Oma wohnt auf einem Boot, der "Yachtwurst". Als ob das noch nicht reichen würde, hat sie auch keinen normalen Garten, sondern einen Algengarten, den sie bewirtschaftet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erlebt Rebella dann die besten Ferien ihres Lebens. Sie lernt neue Freunde kennen, entdeckt die vielfältigen Facetten der Meereswelt und schließt die Seepferdchen ins Herz, die zwischen den Algen wohnen. Als es dann ein Dieb auf die Algen absieht und das Leben der Seepferdchen in Gefahr bringt, klärt Rebella mithilfe ihrer Freunde die Sache schließlich auf. Der Abschied von ihrer Oma und den neu gewonnenen Freunden fällt natürlich entsprechend schwer. - Der Buchtitel trifft es genau auf den Kopf: Der Ton ist erfrischend frech und heiter und trifft mit den gelegentlichen Schimpftiraden bestimmt den Nerv von angehenden Teenies. Das leicht comicartige Schriftbild lockert zudem auf und unterstreicht den witzigen Ton. Die Themen Freundschaft, Meeresschutz und Zusammenhalt werden in ansprechendem Rahmen zur Sprache gebracht. Dieses Tagebuch wird ganz sicher viele Lesefreunde finden!
Sonja Gast
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Retterin der Seepferdchen
Daniela Stich ; mit Illustrationen von Laura Rosendorfer
Boje (2023)
Das erbarmungslos ehrliche Tagebuch der Rebella Rosin ; 1
205 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9