Das Glück der Geschichtensammlerin

Janice lebt mit ihrem Mann Mike in Cambridge. Sie ist gewissenhaft und gründlich und deshalb als Reinigungskraft sehr gefragt, während Mike ein arroganter Taugenichts ist, für dessen Verhalten sich Janice des Öfteren schämt. Die Arbeit schenkt Das Glück der Geschichtensammlerin ihr Abstand und sie nimmt dort Anteil an den Lebensgeschichten der Menschen, so wie sie unablässig Geschichten über andere, die ihr begegnen, sammelt. Für Janice bedeuten diese Biografien und Anekdoten eine Ablenkung von ihren Minderwertigkeitsgefühlen. Einer ihrer Arbeitgeber bittet Janice, eine Putzstelle bei seiner betagten Mutter Mavis anzunehmen, die sich weigert, aus ihrem Haus auszuziehen. Das Einstellungsgespräch verläuft ungewöhnlich, Mavis ist klug und anspruchsvoll, in jungen Jahren arbeitete sie gemeinsam mit ihrem verstorbenen Mann in Russland als Spionin. Für Janice ist die trotz anfänglicher Abneigung entstehende Freundschaft mit ihr ein Glücksfall, der ihr Mut schenkt, sich mit ihrer tragischen Vergangenheit auseinanderzusetzen und Änderungen in ihrem Leben, in dem es bisher nur die Geschichten anderer Leute gab, herbeizuführen. Eine nette, leicht lesbare, in Teilen etwas einfältige Geschichte.

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Glück der Geschichtensammlerin

Das Glück der Geschichtensammlerin

Sally Page ; aus dem Englischen von Carolin Müller
dtv (2023)

413 Seiten
kt.

MedienNr.: 616385
ISBN 978-3-423-21879-5
9783423218795
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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