Commissario Gaetano und der lügende Fisch
Neapel im Ausnahmezustand. Alle sind auf den Beinen, um San Gennaro, den Stadtheiligen, zu feiern. Mitten im Trubel geschieht ein Mord – ein Mann aus Turin wird in seiner Wohnung hingerichtet. Der bärbeißige, Baldriantabletten schluckende Commissario
Salvatore Gaetano ist genervt. Die Hochzeit seiner Nichte steht bevor und da sollte die Familie an erster Stelle stehen. Auch sind die Hinweise in diesem Fall mehr als vage und erinnern an das Martyrium des San Gennaro. Erst als sie sich mit der Vergangenheit des Opfers, seiner Familie und seinen Vorlieben beschäftigen, finden sie mehr Motive und Verdächtige als ihnen lieb ist. Neapel, die Stadt im Schatten des Vesuvs, bildet die Kulisse für diesen verzwickten Mordfall und den Auftakt einer neuen Krimireihe. Mit viel Liebe zum Detail werden Neapel, ihre Bewohner:innen mit ihren Eigenheiten und das Fest des Stadtheiligen beschrieben. Auch die Rivalität zwischen Nord- und Süditalien kommt nicht zu kurz. Der Stadtplan am Anfang und das Glossar mit den neapolitanischen Ausdrücken runden den Krimi ab. Gerne empfohlen, nicht nur für Neapel Fans.
Angela Hagen
rezensiert für den Borromäusverein.
Commissario Gaetano und der lügende Fisch
Fabio Nola
dtv (2024)
540 Seiten : Karte
kt.