Eine von uns
Als ihr Haus abbrennt, bekommen Gina, ihr Mann und ihre zwei Kinder Unterschlupf bei ihrer Freundin, dem Filmstar Annie, die derzeit nicht zu Hause ist. Dort treffen sie allerdings auf die mysteriöse Haushälterin Mary. Und bald wird Gina mit ihrer
tiefsten Vergangenheit konfrontiert: Als sie mit drei anderen Mädchen eine verschworene Gemeinschaft bildeten, bis eine von ihnen, Sara, unter mysteriösen Umständen verschwand. Irgendwie scheint Mary in diese Geschichte involviert zu sein. Und bald schon beginnt für Gina – und später auch ihre Freundinnen – ein wahrer Alptraum, der in die Katastrophe führt. – Eigentlich von der Anlage her ein guter und auch gut geschriebener Krimi mit einem überaus spannenden Ende. Doch warum in aller Welt versucht die Autorin mit allen Mitteln, diesem Ende noch ein weiteres, spektakuläreres, folgen zu lassen? Damit nämlich wird die ganze Story langsam ziemlich unglaubwürdig. Dadurch, dass Hayes erzählerisch merklich den Bogen überspannt, macht sie ihre ganze fesselnde und durchaus gut geschrieben Story kaputt. Deshalb leider nicht zu empfehlen.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Eine von uns
Samantha Hayes ; aus dem Englischen von Anne Rudelt
dtv (2025)
396 Seiten
kt.