Die stille Macht der Frauen

Antonia und ihrer Tochter Susanne wird ein Zimmer in der Wohnung von drei älteren Frauen, Babuschki, zugewiesen. Während Antonia arbeitet, sorgen die Babuschki für die stumme Susanna. So schwierig sich für Antonia der Alltag mit den konservativen Die stille Macht der Frauen Alten gestaltet, so sehr kommt Susanna deren liebevolle Zuwendung zugute, erst recht, als ihre Mutter stirbt und die Alten um die Erziehung des Kindes kämpfen. Durch ihren vehementen mutigen Einsatz verhindern sie, dass Susanna in ein staatliches Heim kommt. In einfachen Sätzen voller wörtlicher Rede und Gegenrede lässt Chizhova ihre Protagonistinnen ihre Erlebnisse schildern. Dadurch stellt sie eine lebensnahe Unmittelbarkeit her. Durch die zusätzlichen Erzählungen der Babuschki entsteht ein gelungenes Panorama der (Sozial-)Geschichte des damaligen Russlands, das durch die Erläuterungen im Anhang ergänzt wird. Ein Buch, das zu Neugier auf Hintergrundwissen anregt und auch schon für Jugendliche ab ca. 15 Jahren geeignet ist. (Übers.: Dorothea Trottenberg)

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Die stille Macht der Frauen

Die stille Macht der Frauen

Elena Chizhova
Dt. Taschenbuch-Verl. (2012)

dtv ; 24919 : dtv-premium
277 S.
kt.

MedienNr.: 357678
ISBN 978-3-423-24919-5
9783423249195
ca. 14,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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