Gold
Kate und Zoe haben sich vor Jahren zusammen mit Kates späterem Mann Jack im Velodrom von Manchester kennengelernt, wo sie Tom zu Höchstleistungen trainiert. Obwohl Zoe immer gewinnt, schläft sie eines Tages mit Jack, nur um die Freundin zu verletzen.
Als sie von ihm schwanger wird, willigt Zoe ein, dass Kate und Jack ihre Tochter großziehen. Erst, als sie mit 32 Jahren erstmals ein Rennen gegen Kate verliert, wird Zoe sich bewusst, dass ihre Karriere beendet ist. Nun bereut sie auch, dass sie ihre inzwischen 8-jährige leukämiekranke Tochter Kate und Jack überlassen hat. Erst jetzt erkennt sie, dass sie auf der Rennbahn immer nur vor der Verarbeitung einer traumatischen Kindheitserfahrung geflüchtet ist. - Wie Cleave im Nachwort erklärt, hat er sich gründlich mit dem Leben von Leistungssport-Radfahrern ebenso auseinandergesetzt wie mit dem Leid von an Leukämie erkrankten Kindern. Die gelungene Beschreibung der Gedanken- und Gefühlswelten seiner Figuren bringen diese dem Leser nahe. Ein gekonnt entwickelter Plot tut sein Übriges, um den Roman zu einem Leseerlebnis zu machen. (Übers.: Susanne Goga-Klinkenberg)
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Gold
Chris Cleave
Dt. Taschenbuch-Verl. (2013)
dtv premium ; 24958
399 S.
kt.