Mord im Nord-Ostsee-Express
Der einzige Dorfpolizist des kleinen friesischen Örtchens Fredenbüll, Thies Deltlefsen, muss seine Frau Heike auf ihren Ausflug mit dem VHS-Französisch-Kurs nach Paris begleiten. Schon nach kurzer Fahrt bleibt der Zug im Schneegestöber stecken.
Auf der Zugtoilette wird die Lateinlehrerin Agathe Christiansen erdrosselt aufgefunden. Unterdessen fehlt in Fredenbüll von Ole Matthiesen, der Detlefsen vertreten soll, jede Spur. Hauptkommissarin Nicole Stappenbeck, eigentlich in Mutterschutz, macht sich auf die Suche. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Mord im Nord-Ostsee-Express und dem Verschwinden des jungen Polizisten in Fredenbüll? Thies Detlefsen und Nicole Stappenbeck sind ein eingespieltes Team und das Ermittler-Duo mit der höchsten Aufklärungsquote. Während Thies manchmal etwas begriffsstutzig und von seinen Emotionen geleitet wird, ergänzen sich die beiden mit Nicoles kühler und sachlicher Art. Unterstützung erhalten die beiden von der Belegschaft der „Hidden Kist“, dem Fredenbüller Imbiss. Jeder ist auf seine Art skurril, alle sind etwas neugierig, aber wenn es drauf ankommt, hält man zusammen in Fredenbüll. Auch die Aufklärung der Verbrechen ist wie immer spannend und auch unterhaltsam. Dieses Buch kann einzeln gelesen werden, aber um die Geschichte richtig genießen zu können, ist es von Vorteil, alle vorherigen Bände zu kennen. So hat man das Gefühl, alte Freunde wiederzutreffen. Der Autor hat einen weiteren unterhaltsamen und spannenden Krimi geschrieben. Als ehemaliger Filmkritiker nimmt er immer wieder Bezug auf Filme. Es könnte sein, dass es manchen Leser:innen etwas zu viel Klamauk ist. Ich persönlich mag den Humor des Autors und bin ein Fan der Reihe. Für alle Büchereien zu empfehlen.
Melanie Bremer
rezensiert für den Borromäusverein.
Mord im Nord-Ostsee-Express
Krischan Koch
dtv (2026)
dtv großdruck
315 Seiten
kt.