Leichenfischer
Irgendwo im Nirgendwo an der Flensburger Förde werden die Leichen zweier Frauen gefunden – scheinbar bestattet nach einem alten Ritual der Wikinger. Zwei weitere Frauen werden vermisst. Da liegt der Verdacht nahe, dass beide Fälle miteinander zu
tun haben könnten. Die dänische Archäologin Svensson und der Flensburger Kommissar Ohlsen arbeiten erneut an der Lösung des Rätsels. – Wie im ersten Teil ("Moorengel", in BP/mp nicht besprochen) legt die Autorin auch hier wieder einen gelungenen Krimi vor, der neben einem guten Spannungsaufbau auch noch durch die liebevoll gezeichneten und sich entwickelnden Hauptpersonen überzeugt. Allerdings muss man beim Lesen etwas aufpassen, um bei den wechselnden Perspektiven nicht den Überblick zu verlieren. Auch empfiehlt sich die Lektüre des Vorgängerbandes, um die eine oder andere Anspielung besser zu verstehen. Trotzdem: Breite Empfehlung als Lesefutter-Nachschub für Krimi-Fans.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Leichenfischer
Karen Kliewe
dtv (2025)
Die Brandung ; Band 2
399 Seiten
kt.