Der Prätorianer
Kriminalkommissarin Sara Levin ermittelt in einem grausamen Fall. Es werden nach und nach Tote gefunden, bei denen die Leichen jeweils aufwendig inszeniert wurden. Klar ist, dass der Mörder mit all den hinterlassenen Gegenständen eine Botschaft hinterlassen
wollte. Nur ist der Ermittlerin mit ihrem Kollegen Janus nicht klar, um welche Botschaft es sich dabei handelt. Zudem ritzt er den Opfern lateinische Wörter in die Haut. Im ersten Moment völlig unzusammenhängend. Ihr Bruder Adam soll helfen. Schließlich ist er Profi im Profiling. Doch sie kommen nicht weiter. Als klar wird, dass Beweismaterial früher im Besitz des Vaters der beiden war, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Kontakt mit ihm aufzunehmen. Das will Sara eigentlich gar nicht, weil dieser im Gefängnis sitzt, und sie mit ihm abgeschlossen hat. Aber die Zeit rennt. Sie wollen keinen weiteren Mord provozieren. Gibt es einen Zusammenhang zu einem Handwerker, der an jedem Tatort war? – Ein mitreißendes Buch, das durch und durch spannend und packend geschrieben ist. Der Autor spielt mit den Nerven des Lesers. Gleichzeitig gibt er Einblick in die Protagonisten. Allerdings nicht zu viel. So dass klar ist, dass man diese in den nächsten Bänden noch näher kennenlernen wird. Ein gelungenes Debüt im typisch skandinavischen Stil.
Corinna Meierhöfer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Prätorianer
Tobias Bukkehave ; aus dem Dänischen von Thomas Altefrohne und [ein weiterer]
dtv (2026)
408 Seiten
kt.