Schlossplatz, Berlin
Eigentlich wollte der Bundestagsabgeordnete nur auf einer Kurzreise seinen Wahlkreis in Norddeutschland besuchen. Doch dann muss das Flugzeug in der Nordsee notlanden und er muss zwei Tage auf einer einsamen Hallig verbringen. Völlig tatenlos, was
ihn äußerst nervös macht. Denn in Berlin, gleich beim Schlossplatz soll eine riesige Badelandschaft eröffnet werden. Die Vorbereitungen zur Feier laufen auf Hochtouren, doch der Abgeordnete weiß, dass das Bauprojekt alles andere als fertig ist. Der integre Politiker, der noch an das Gute und Machbare in der Politik glaubt, möchte alles daran setzen, dass alles in geordnete Bahnen gerät. Doch immer wieder machen die innen-, aber auch die außen- und sogar die weltpolitischen Ereignisse ihm einen Strich durch die Rechnung. - Der Roman ist das erste Buch des Berliner Unternehmers Breuel. Wie man es aus dem Credo seines Erstlings herauslesen kann, ist er selbst sehr an einer für alle positiven und gut funktionierenden Politik interessiert. Was bei der Lektüre des Buches beim Leser trotz allen satirischen Untertones durchaus immer wieder Betroffenheit auslöst, ist das Wissen darum, dass die Realität noch viel schlimmer ist als die fiktive Welt im Roman.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Schlossplatz, Berlin
Nikolaus Breuel
Dt. Taschenbuch-Verl. (2015)
276 S.
fest geb.