Man sieht sich

Friederika und Robert lernen sich in den 1980er Jahren in der Oberstufe kennen und beobachten einander zugewandt, während jeder seine Erfahrungen sammelt. Friederika löst sich vom Elternhaus, nennt sich Frie, nimmt sich Unabhängigkeit für ihr Leben Man sieht sich vor und startet in Hamburg ins Jurastudium. Robert macht dort Zivildienst, nimmt ein Musikstudium auf und startet eine Gitarristenkarriere. Für eine erste Plattenaufnahme vermarktet er ein Liebeslied für Frie. Die wechselseitige Zuneigung ist beiden bewusst, aber sie gehen ihr nicht nach. Frie wird Mutter, nach der Trennung vom Kindsvater bricht Frie ihr Studium ab und zieht zu ihrer Mutter, die sie und Tochter Emma unterstützt. Bei einem Wiedersehen mit Robert lassen beide jegliche Zurückhaltungen fallen, durchleben eine intensive Liebesbeziehung. Sie endet, weil Robert ständig zu Konzerten unterwegs ist. Ein Klassentreffen bringt sie im Alter von 50 Jahren nochmals zusammen. Robert ist durch Erbschaft reich geworden und fast versagt Frie ihm und sich wegen seines Reichtums die letzte Chance. – Eine flott geschriebene Reportage in Romanform, die dann sprachlich glänzt, wenn es um Fries Entscheidung für ihr Kind geht. Gerne empfohlen.

Rolf Pitsch

Rolf Pitsch

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Man sieht sich

Man sieht sich

Julia Karnick
dtv (2024)

479 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 618337
ISBN 978-3-423-28391-5
9783423283915
ca. 23,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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