Asphaltsommer
Viebke ist sauer: Die Sommerferien haben begonnen und sie muss Sozialstunden im Altersheim ableisten. Außerdem hat Constantin Schluss gemacht und ist ohne sie nach Südfrankreich gefahren. Wieder einmal reißt sie aus. Als ein Heiminsasse, Langhans,
den sie eigentlich verabscheut, das Heim verlässt, um mit seinem Wohnmobil nach Toulouse zu fahren, schließt sie sich an. Geeint durch das Interesse, nach Frankreich zu kommen, zwingen sich beide zu einer spannungsgeladenen Weggemeinschaft auf engstem Raum. Dabei erfahren die beiden eine Menge voneinander: Langhans' geheimnisvolle und schuldbeladene Vergangenheit in der Résistance und Viebkes traurige Kindheit bei einer sie ablehnenden Mutter. Wider alle Klischees entwickelt sich jedoch keine wunderbare Freundschaft, das Nähe-Distanz-Problem bleibt; doch für Viebke eröffnet sich am Ende der Reise eine neue Zukunft. - Ein ungewöhnliches, anspruchsvolles Jugendbuch mit enormer Tiefenwirkung, empfohlen ab 14 Jahren.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Asphaltsommer
Karin Bruder
Dt. Taschenbuch-Verl. (2012)
dtv ; 62521 : Reihe Hanser
316 S.
kt.