Falsche Veilchen
Leon lebt nun, nachdem er für seinen Freund Salami im Jugendknast war, bei der Familie seiner großen Liebe, Laura, und arbeitet in deren Gärtnerei. Bei einem Wochenendausflug mit Lauras gut betuchter Clique findet er Hausmeister Sergej halb tot
vor dem ausgeraubten Tresor. Logisch, dass Leon mit seiner Vergangenheit der erste Verdächtige ist. Aber mit Hilfe Lauras kommt er dem wahren Täter auf die Spur und selbst Hauptkommissar Hauptmeister ("HaHa") muss dies anerkennen. Viel wichtiger aber ist die Frage, wie Leon endlich seine Flamme Laura erobern kann. - Mit zahlreichen Wort- und Sprachspielereien, kruden kriminalistischen Überlegungen, tresorknackenden Fingerübungen, falschem Veilchenparfüm und gepflegten Vorurteilen von allen über alle anderen hat der Autor einen weiteren Jugendkrimi vorgelegt, der seine Fangemeinde wahrscheinlich wachsen lassen wird. Der schnoddrig-gepflegte Grundton zeigt jugendliches Lebensgefühl ohne sich anzubiedern oder deutlich daneben zu greifen. Das Umfeld mit seinen sympathischen Figuren dürfte dabei durchaus noch stärker am Geschehen beteiligt werden. - Ohne den Vorgängerband "Tote Tulpen" ist der zweite Fall zwar gut zu verstehen, besser und mit mehr Spaß aber, wo dieser vorhanden ist.
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Falsche Veilchen
Jaromir Konecny
Dt. Taschenbuch-Verl. (2015)
dtv ; 71632
255 S. : Ill.
kt.