Der Tag, an dem wir wegliefen

Die Geschwister Rhianna, Vicky und Jamie wohnen bei Pflegeeltern. Ihre Mutter ist gestorben, der Vater sitzt wegen Hehlerei im Gefängnis. Die 14-jährige Vicky und Rhianna sind Zwillingsschwestern, wobei Rhianna durch Probleme während ihrer Geburt Der Tag, an dem wir wegliefen geistig gehandicapt ist. Jamie ist erst 10 Jahre alt und so fühlt sich Vicky für ihre beiden Geschwister verantwortlich. Als die Pflegemutter ins Krankenhaus muss und die Trennung der Geschwister droht, laufen die Drei aus der Pflegefamilie weg. Sie beschließen, ihre Tante Irene aufzusuchen, bei der sie früher schöne Ferientage mit der ganzen Familie verbrachten. Doch als sie endlich dort ankommen, stellt sich heraus, dass Tante Irene inzwischen verstorben ist. Nun beginnt die Situation brenzlig zu werden. Zwar können die Geschwister in einer Höhle unterkommen, aber die Polizei ist ihnen dicht auf den Fersen! In einem dramatischen und berührenden Finale wird zu guter Letzt die Situation der Kinder geklärt. Der Fortgang der Geschichte wird abwechselnd von den Zwillingsschwestern Rhianna und Vicky erzählt, wobei Rhianna durch ihr Handicap eine ganz besondere Sicht auf die Dinge und das Leben hat. Und obwohl sie vor allem ihre Schwester oft durch ihr Verhalten nervt, spürt man doch die liebevolle Verbundenheit der Geschwister und gewinnt als Leser einen ganz eigenen Zugang zu der Sichtweise und den Gefühlen eines behinderten Kindes, was das Buch für alle Leser ab 11 Jahren sehr empfehlenswert macht. (Übers.: Eva Riekert)

Gabriele Güterbock-Rottkord

Gabriele Güterbock-Rottkord

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Tag, an dem wir wegliefen

Der Tag, an dem wir wegliefen

Laura Summers
Dt. Taschenbuch-Verl. (2011)

dtv-junior
271 S.
fest geb.

MedienNr.: 569504
ISBN 978-3-423-76041-6
9783423760416
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 11
Systematik: K
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