Ein Beweisstück verschwindet
Im ersten Fall einer neuen Detektivserie um die Zwillingsschwestern Christie und Agatha geht es um das Verschwinden der wissenschaftlichen Entdeckung des berühmten Arztes Sir Alexander Fleming. Agatha, das liebreizende Mädchen, will Schriftstellerin
werden und himmelt Sir Conan Doyle an. Ihn persönlich zu treffen, ist eine aufregende Sache. Mrs Trellis nimmt sie mit zu einer Teeparty. Agatha gilt als wohlerzogen, ihre Zwillingsschwester ist eher unangepasst und sehr begabt mit technischen Dingen. Die Handlung spielt in den 1920er-Jahren, das wird in vielen Szenen deutlich. Vor allem aber in der Sicht auf die Erziehung der Zwillingsschwestern. Auf dieser Teeparty will Sir Alexander Fleming seine neueste Forschung vorstellen. Dummerweise hat er den Schimmelsaft, der ein medizinischer Durchbruch sein wird, auf einem Gurkensandwich unter einer Glasglocke platziert. Und Agatha hat genau dieses Stückchen gegessen. Die Aufregung ist riesig, weil jeder meint, dass die Forschung sabotiert werden soll. Mit ihrer Schwester geht sie dann noch einmal ganz genau den Hergang durch. Wer hat das Sandwich in Agathas Hand gedrückt und welche Absicht stand dahinter? Durch Nachdenken und Schlussfolgern klären die Schwestern ihren ersten echten Fall auf. – Das historische Setting der Handlung wird im Anhang mit Informationen zu den realen Figuren und den wahren Ereignissen ergänzt. So bezieht sich der erste Fall der beiden Mädchen auf die Erfindung des Penicillins. Das Besondere an dieser neuen Reihe ist, dass es neben der Detektivhandlung immer einen Bezug zu historischen Vorgängen gibt. Ideal für erfahrene Erstleser:innen.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
Ein Beweisstück verschwindet
Pip Murphy ; aus dem Englischen von Karolin Viseneber ; Illustrationen: Roberta Tedeschi
dtv (2025)
Detektivagentur Christie & Agatha
119 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 7