Schwarze Blumen
Neil Dawson ist Universitätsdozent und verfasst in seiner Freizeit surreale Geschichten. Nach dem Tod seines Vaters findet er in dessen Nachlass ein zerfleddertes Buch mit dem Titel "Die schwarze Blume", geschrieben von einem befreundeten Schriftsteller,
der vor Jahren verschollen ist. Schnell beginnt Neil an dem angeblichen Selbstmord des Vaters zu zweifeln, als er herausfindet, dass die Geschichte des Romans auf einer wahren Begebenheit basiert: in den 70er Jahren tauchte in einem englischen Seebad ein verwahrlostes kleines Mädchen auf, das eine haarsträubende Geschichte erzählte von einer abgelegenen Farm, auf der Menschen festgehalten und grausam gequält werden. Die Farm wurde nie gefunden. Und der Bestseller-Roman geriet in Vergessenheit. Neil versucht Näheres zu erfahren und folgt den Spuren des Vaters. Damit begibt er sich in große Gefahr. - Der Thriller ist gut erzählt und geschickt aufgebaut, die insgesamt reichlich unwahrscheinliche Geschichte wirkt allerdings doch sehr konstruiert und in vielen Kleinigkeiten unglaubwürdig. Der gute Erzählstil und die Tatsache, dass man vielleicht wissen möchte, wie die verschachtelte Geschichte aufgedröselt wird, hält den Leser dennoch bei der Stange. Überall möglich und nach dem Erfolg der Vorgängerbücher wahrscheinlich sehr nachgefragt. (Übers.: Anke u. Eberhard Kreutzer)
Ulrike Braeckevelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Schwarze Blumen
Steve Mosby
Droemer (2012)
394 S.
kt.