Wie Papierschiffchen im Fluss
Eigentlich läuft es bei Janna. Zusammen mit ihrem Mann Simon führt sie ein erfolgreiches Architekturbüro, die beiden Kinder machen keine Probleme, Haushälterin und Au-Pair erleichtern ihr Leben. Allerdings kämpft sie mit Selbstzweifeln, die auf
ihrer einfachen Herkunft beruhen, und fühlt sich Simons reicher Familie nicht zugehörig. Als Simon ohne ihr Wissen den berühmten Lichtkünstler Mariss für ein ambitioniertes Wettbewerbsprojekt engagiert, gerät Jannas Leben aus den Fugen. Mariss war ihre große Liebe und hatte sie in der gemeinsamen Studienzeit ohne Erklärung verlassen. Die alten Gefühle sind bei beiden noch da und endlich erfährt Janna den Trennungsgrund. Mariss hatte schon damals von seiner tödlichen Krankheit erfahren und wird nicht mehr lange leben. Immer mehr zweifelt Janna an ihrer Ehe mit Simon und fragt sich, ob sie wirklich das richtige Leben führt. Sie entscheidet sich für Mariss, auch wenn sie weiß, dass ihre gemeinsame Zeit nur kurz sein wird. – Sehr anrührende Liebesgeschichte um eine junge Frau, die neue Prioritäten in ihrem Leben setzt. Breit empfohlen.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Wie Papierschiffchen im Fluss
Julia Stumpp
Knaur (2023)
351 Seiten
kt.