Der Wächter des Matterhorns
Das 4478 Meter hohe Matterhorn in den Walliser Alpen an der Grenze von Italien und der Schweiz hat wegen seiner besonderen Form eine magische Anziehungskraft. Wie interessant und spannend muss es dann wohl sein, im Sommer Tag und Nacht direkt am Fuße
dieses Berges zu arbeiten? Kurt Laubers Arbeitsstelle ist die Hörnlihütte, eine Unterkunft, die Betten für 170 Bergsteiger - meist Matterhornbesteiger - bietet. - In seinem Buch erzählt der Hüttenwart, der neben dieser Tätigkeit auch noch Bergrettungsspezialist und Bergführer ist, in vielen kürzeren und manchen längeren Kapiteln persönlich erlebte spannende, tragisch traurige, emotional schöne und lustige Geschichten aus seinem "normalen" Alltag während der drei Sommermonate auf der Hütte. Die Besteigung des "Horns" zusammen mit einem Sherpa oder mit dem achtjährigen Sohn sind positive Höhepunkte, wohingegen Rettungseinsätze mit Hubschraubern, die zwar glücklicherweise meist glimpflich enden, doch zu den nicht uneingeschränkt schönen Ereignissen zählen. Der Wechsel von Freud und Leid, von Spannung und lustiger Anekdote macht das Buch zu einem abwechslungsreichen und schnell zu lesenden Buch, das nicht nur für Bergsteiger sehr zu empfehlen ist!
Susanne Elsner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Wächter des Matterhorns
Kurt Lauber mit Sabine Jürgens
Droemer (2012)
248, [32] S. : Ill. (überw. farb.)
fest geb.