Schwarzer Winter
"Dorf" ist für Blackåsen, diese Ansammlung von Höfen im abgelegensten Teil Schwedens, eigentlich schon eine maßlose Übertreibung. Gerade hierher verschlägt es zu Beginn des besonders kalten Winters 1717/18 Maija und ihre beiden Töchter. Kaum
angekommen finden die beiden Mädchen einen übel zugerichteten toten im Wald. War es ein Bär oder war es Mord? - Ja, es gibt eine Handlung, die an einen Krimi erinnert, aber nein, ein Krimi im eigentlichen Sinn liegt hier nicht vor (auch wenn die Tat am Ende aufgeklärt wird). Für einen klassischen Krimi gibt es zu viele gesellschaftliche Verstrickungen, zu viele mystisch-unerklärliche Vorfälle. Aber gerade das macht diesen Roman aus. Die taz beschrieb es so: "Kein Schwedenkrimi, sondern Swedish Gothic", besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Durchaus lesenswert. (Übers.: Sabine Thiele)
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Schwarzer Winter
Cecilia Ekbäck
Droemer (2014)
459 S.
kt.