Der längste Tag in unserem Leben

Die junge Norwegerin Silje hat einige Jahre in London gelebt, ohne im dortigen Großstadttrubel jedoch heimisch zu werden. Zu sehr fehlte ihr die Heimat mit ihrer rauen Natur, so dass sie London und damit ihre ganz große Liebe Leo verließ. Einige Der längste Tag in unserem Leben Monate später, im Juli 2005, kommt es in London zu dem verheerenden Anschlag auf die U-Bahn. Die Ungewissheit, ob es Leo gut geht, lässt Silje nicht ruhen. Sie macht sich auf den Weg nach London. - Dies ist der Aufhänger des Romans von Verena Raabe. Anders als man es nun (auch aufgrund des Titels und des Covers) vermuten könnte, handelt es sich aber weniger um eine Liebesgeschichte als um ein Porträt verschiedener Persönlichkeiten: Leo, Silje und einige mit ihnen verbunden Menschen. So lebt das Buch nicht von Spannung, sondern von der Darstellung der verschiedenen Charaktere. Bei der Schilderung des Terroranschlags zeigt die Autorin, wie das erlebte Grauen Überlebende, auch wenn sie körperlich unversehrt sind, verletzen kann. Verena Rabe selbst war an jenem Tag in London unterwegs und ist nur durch Zufall dem Anschlag entkommen.

Nicole Hochgürtel

Nicole Hochgürtel

rezensiert für den Borromäusverein.

Der längste Tag in unserem Leben

Der längste Tag in unserem Leben

Verena Rabe
Knaur-Taschenbuch-Verl. (2011)

Knaur ; 50482
351 S.
kt.

MedienNr.: 569064
ISBN 978-3-426-50482-6
9783426504826
ca. 8,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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