Nibelungenmord

Kommissar Jan Seidel ist nach seiner geplatzten Hochzeit bei seiner Großmutter Edith untergeschlüpft. Da wird er mit einem Mordfall konfrontiert: In einer der Drachenhöhlen bei Königswinter wurde eine Frauenleiche gefunden. Zeitgleich verschwindet Nibelungenmord Margit Sippmeyer in der Nacht vor ihrem 40. Geburtstag. Edith findet schnell heraus, dass Margits Mann Michael - der in Aussehen und Ausstrahlung an Siegfried erinnert - eine Geliebte hat: die Malerin Romina, die Michael als Modell für ein außergewöhnliches Bild benutzt. Besonders Sippmeyers Sohn Sven leidet unter dieser Dreiecksgeschichte, hasst seine Eltern und flüchtet sich in Drogenrausch. - Merchants Krimidebüt ist stellenweise spannend und originell, manchmal jedoch noch etwas konstruiert. Leider wirkt der Kommissar überzogen, der Plot flacht stark ab. Gelungen sind dagegen die Passagen um die Malerin und das Nibelungenlied. Alles in allem ein guter Start, der auf mehr hoffen lässt.

Tina Schröder

Tina Schröder

rezensiert für den Borromäusverein.

Nibelungenmord

Nibelungenmord

Judith Merchant
Knaur-Taschenbuch-Verl. (2011)

Knaur ; 50863
383 S.
kt.

MedienNr.: 569155
ISBN 978-3-426-50863-3
9783426508633
ca. 12,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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