Und sie werden nicht vergessen sein
1937. Die Künstlerin Eva ist gegen den Willen ihrer Eltern nach Berlin gezogen. Hier werden ihre verlachten Bilder endlich gewürdigt. Bei Filmarbeiten lernt sie Martin kennen und lieben. Doch Evas ist Jüdin und so bricht mit Hitlers Machtübernahme
ihre Welt zusammen; Martin verlässt sie, ihre Bilder werden zerstört, sie selbst von der Gestapo gefoltert. Freunden gelingt es, die gemeinsame Tochter Chaja nach England zu schicken. Dort wünschen sich die Archäologin Armana und der berühmte Bildhauer Arman - bekannt aus "Die Stadt der schweigenden Berge" (BP/mp nicht bespr.) - sehnlichst ein Kind. Doch ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt: Arman, verhaftet in seiner armenischen Vergangenheit, lässt sich immer wieder in das belagerte Frankreich einschleusen, um Menschen zu retten. Armana hat Angst, ihn zu verlieren. - Es sind die großen Fragen, die das Buch bewegen: Wie kann ein ganzes Volk einfach ausgelöscht werden? Was bleibt von uns übrig? Was ist richtig, was falsch? Ein beeindruckender Schmöker, der zeigt, wie aktuell die Vergangenheit auch heute noch ist. Liebhabern dicker Schmöker sehr empfohlen.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Und sie werden nicht vergessen sein
Carmen Lobato
Knaur (2016)
Knaur Taschenbuch ; 51820
763 S.
kt.