Das Nachtkarussell

Der Kunsthandwerker Gilbert Cloutier arbeitet Tag und Nacht daran, ein Meisterstück für die Weltausstellung 1900 in Paris fertigzustellen: ein Karussell mit einem hölzernen Pferd. Dies hat er seinem elf Jahre alten, an Grippe erkrankten Sohn Théo Das Nachtkarussell bei dessen tragischen Tod versprochen. Mit viel Liebe zum Detail und Geduld schnitzt, bemalt und lackiert er es. Bei Kindern ist das Karussell sehr beliebt – dennoch verschwinden bei der Fahrt vier Menschen spurlos. Die Justiz schließt die Akten, da sie keine Spuren hat. Inzwischen ist auch der geistig verwirrte Gilbert spurlos verschwunden. Zwanzig Jahre später wird das Pferdchen in Chicago in einem Vergnügungspark wiederentdeckt. Die junge Engländerin Maisie, die von einem neuen Leben in Amerika träumt, wittert mit dieser Attraktion ein gutes Geschäft. Aber auch hier verschwinden Menschen beim Karussellfahren spurlos. Welches dunkle Geheimnis verbirgt die glitzernde Fassade des Pferdes? Verdächtige und Zeugen können nicht weiterhelfen. Maisie macht sich Gedanken um das Leid der Mütter der verschwundenen Kinder. Am Ende – nachdem eine technische Erklärung an der Mittelsäule Klarheit schafft – bekennt sie ihrem Freund Tommy: „Ich habe es abgefackelt“. – Fiza Saeed McLynn, die als Therapeutin für Trauerarbeit arbeitet, gelingt es mit ihrem geheimnisvollen, tragischen Erstlingsroman zu fesseln. – Gerne empfohlen!

Berthold Schäffner

Berthold Schäffner

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Nachtkarussell

Das Nachtkarussell

Fiza Saeed McLynn ; aus dem Englischen von Karin Duffner
Droemer (2025)

397 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 623521
ISBN 978-3-426-56028-0
9783426560280
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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