Die Zwillinge
Malia tritt eine neue Stelle in der Polizeidirektion von Riedberg an. Einarbeitungszeit bekommt sie allerdings nicht, denn sie muss sich gleich um das Verschwinden zweier Mädchen im Moor kümmern. In der gleichen Nacht wurde zudem ein Fahrradfahrer
auf der Hauptstraße durch das Moor angefahren und einfach am Straßenrand zurückgelassen. Zu ihrer Überraschung scheint ihre Mutter eine zentrale Rolle zu spielen, mit der sie seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Sie kennt die Opfer und das Moor und leitet bereits eine Suchaktion nach den verschwundenen Zwillingen. Während die Suche noch läuft, taucht auf dem Tiktok-Account der Mädchen ein neues Bild auf. Eine der beiden Zwillinge, halb vergraben im Moor. Während sie der Spur nachgehen, kommt ihre Schwester orientierungslos aus dem Moor gelaufen und kann sich an nichts mehr erinnern. Um Hinweise auf ein Motiv zu finden, beginnt Malia im Freundes- und Bekanntenkreis der Mädchen zu ermitteln. Gleichzeitig muss sie auch mit ihrer eigenen Familie umgehen, während sich im Fall die Ereignisse zunehmend überschlagen. – Die Geschichte erzählt einen spannenden Kriminalfall, der mit seinem ungewöhnlichen Fokus auf die Landschaft des Moors direkt heraussticht. Es werden sehr viele einzelne Erzählstränge in dem Fall vereint, deren Zusammenhänge erst nach und nach mit dem Fortschreiten der Ermittlungen ersichtlich werden. Dadurch entsteht eine sehr spannende Geschichte, die durch ihre interessanten Charaktere, besonders die Zwillinge, noch besser wird. Am Ende steht ein runder, aber tragischer Abschluss.
Julian Schirm
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Zwillinge
Andreas Winkelmann
Knaur (2026)
Moorland ; [1]
425 Seiten
kt.