Im Licht der roten Erde
Eine Gruppe weißer Australier macht eine Reise ins Outback zum Aborigine-Volk der Barradja, um von ihnen zu lernen, aber auch um ihnen zu helfen, ihre Rechte einzufordern. Beth, eine ehemalige Nonne, hält schon lange Kontakt zu diesem Volk. Sorgfältig
hat sie die Mitglieder der Reise ausgesucht. Rechtsanwälte und Archäologen sind ebenso dabei wie ein Kunsthändler, eine Journalistin und der Sohn eines Großgrundbesitzers. Durch persönliche Gespräche mit dem Ältesten des Stammes, des Songmasters, sowie durch die Teilnahme an einigen Riten der Barradja erleben die Weißen ihre Reise jeder für sich als persönliche Bereicherung. Trotz der realistischen Darstellung der Lebensweise der Aborigines im heutigen Australien bleiben die Charaktere des Romans eher typisiert. Auch der konventionell erzählte Plot bietet nicht viele Überraschungen. Ein Buch, in dem die Autorin ihre Sehnsucht zum Ausdruck bringt, ein friedliches Miteinander zwischen Aborigines und weißen Australiern zu schaffen. Für Australien- und Di-Morrisey-Fans auf jeden Fall empfehlenswert. (Übers.: Kristina Lake-Zapp)
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Im Licht der roten Erde
Di Morrissey
Knaur (2011)
556 S.
fest geb.