Das Sternenhaus

Nina, eine Romanautorin, flieht nach einer gescheiterten Beziehung in das Haus ihrer Urgroßmutter auf einer einsamen Insel vor der Küste Australiens. Dort hofft sie ihrer Schreibblockade und einer lästigen Journalistin zu entkommen, die Nina des Das Sternenhaus Plagiats bezichtigt. Ninas letzter Roman stützt sich zwar auf ein nie veröffentlichtes Manuskript ihrer Urgroßmutter, von Plagiat kann aber keine Rede sein. Wieder scheint es das Vermächtnis der Urgroßmutter zu sein, das sie zu ihrem neuen Buch inspiriert, denn Nina findet im alten Gemäuer des Landhauses Tagebuchfragmente, in denen ihre Urgroßmutter u. a. Einblick in das Leben ihrer Gouvernante gibt, mit der Nina vieles gemeinsam hat. Wilkins lässt ihrer Figuren in Beziehung zueinander treten, was sie formal durch den stetigen Wechsel der Handlungsstränge erreicht. Dies, aber auch die verschiedenen Erzählstile - personaler Erzählstil für die Gouvernante, Ich-Form für die Tagebucheinträge und die Autorin von heute - sorgen mit den vielen Dialogen, inneren Monologen und der z.T. bildhaften Sprache für die Dynamik des Romans. (Übers.: Susanne Goga-Klinkenberg)

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Sternenhaus

Das Sternenhaus

Kimberley Wilkins
Knaur (2014)

439 S.
fest geb.

MedienNr.: 578341
ISBN 978-3-426-65354-8
9783426653548
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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