Das 11. Gebot
Die Zehn Gebote geben vor, was wir NICHT dürfen. Was wir jedoch tun SOLLTEN, bzw. welche Erwartungen wir erfüllen müssen, regeln wir in selbst aufgestellten Geboten: Wir müssen erfolgreich sein, glücklich, gut drauf, ehrgeizig, ewig jung, dynamisch,
fit, energiegeladen, ständig in Top-Form präsent und uns gut vermarkten können. Vor allem aus dem Lager der Positivdenker kommt die frohe Botschaft, diese neuen 10 Gebote bestens umsetzen zu können, wenn man nur wolle. Aber WOLLEN wir das auch wirklich selbst? Die Reaktionen auf diesen Machbarkeitswahn sind Stress, Krankheit und Versagensängste. Die Autorin hält uns den Spiegel vor, sie plädiert für ein kritisches Innehalten. In jedem Kapitel befasst sie sich mit einem der neuen Gebote, analysiert und hinterfragt. Am Ende steht jeweils als Fazit, warum wir das jeweilige Gebot nicht befolgen sollen mit erwägenswerten Tipps, mit mehr Gelassenheit (als 11.Gebot) in der Gegenwart zu leben und auf diese Weise ein gelingendes Leben zu führen. Ent-spannend! Breit empfohlen. (Borromäus-Sachbuch des Monats Februar)
Lieselotte Banhardt
rezensiert für den Borromäusverein.
Das 11. Gebot
Ursula Nuber
Knaur (2011)
253 S.
fest geb.
Auszeichnung: Sachbuch des Monats