Vier Tage im November

Mittlerweile steigt die Anzahl der Bücher, die sich mit dem Krieg in Afghanistan beschäftigen, und deren Autoren bzw. Autorinnen als Augenzeugen vor Ort waren. Dies gibt den Lesern die Möglichkeit einen jeweils personenbezogenen Blick auf die Einsätze Vier Tage im November unserer Soldatinnen und Soldaten zu bekommen. Der Autor verpflichtete sich nach dem Abitur für vier Jahre als Zeitsoldat. Er erlebte als Fallschirmjäger und Mitglied einer "Task-Force" den Krieg an vorderster Front. Er ist ein genauer Beobachter und hinterfragt Befehle und Einsätze, ohne sich dagegenzustellen. So fängt er langsam an, seine eigenen Motive in Frage zu stellen. Er bringt sich selbst ein wenig die Sprache des Landes bei, um auf die Menschen zugehen zu können. Fasziniert beobachtet er, wie Erfolge im Kampf die Truppe zusammenschweißen. Nach monatelangem, entbehrungsreichem Kampf, gipfelt sein Einsatz in der deutschen Elitetruppe in einer Operation, die die Aufständischen endgültig aus der Region vertreiben soll: "Vier Tage kämpfen, vier Tage Todesangst - das ist der Preis für den Frieden im Distrikt Chahar Darrah." Der Autor versteht es, so zu erzählen, dass man als Leser in das Leben und die Kampfhandlungen mitgenommen wird. - Ein spannendes und erschütterndes Buch über den Einsatz unserer Soldaten in Afghanistan.

Gerd Fleder

Gerd Fleder

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Vier Tage im November

Vier Tage im November

Johannes Clair
Econ (2012)

410, [16] S. : Ill. (farb.), Kt.
kt.

MedienNr.: 367049
ISBN 978-3-430-20138-4
9783430201384
ca. 18,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi, Ge
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