Byzanz

Das antike Byzanz, durch den römischen Kaiser Konstantin zu Konstantinopel geändert, ist dem Untergang nahe. Das einstmals große Reich ist bis auf wenige kleine Territorien vergangen. In der Stadt am Bosporus herrschen außer Prunksucht hauptsächlich Byzanz Hader, Korruption und Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Interessengruppen. Da gibt es reiche Handelsherren wie die Notaras, die immer den Ausgleich mit den Türken suchen, wollen sie doch vor allem ihre Geschäfte nicht gestört wissen. Ganz anders Alexios Angelos, Berater des Kaiserhauses und rigider Verfechter einer Politik der Stärke gegenüber den Türken. Angelos wirbt um Verbündete im Kampf gegen den Islam; zeitweilig schafft er es, Zusagen von westlichen Fürsten und Kirchenoberen zu erhalten. Allerdings scheitern die Hilfen in Form eines neuen Kreuzzuges an der vom Papst verlangten Kirchenunion, die nicht zustande kommt. So nimmt das Unheil seinen Lauf ... - Der Autor hat die Protagonisten gut gezeichnet und in die historischen Abläufe eingebettet. Die umfangreiche Handlung zeichnet ein farbiges Bild jener Zeit mit all ihren Verwerfungen und den religiösen Auseinandersetzungen, es gibt viele blutige, grausame Kämpfe. Ein leicht lesbarer Historienschmöker, geeignet für viele Büchereien.

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Byzanz

Byzanz

Sebastian Fleming
Ehrenwirth (2013)

715 S. : Ill., Kt.
fest geb.

MedienNr.: 375815
ISBN 978-3-431-03869-9
9783431038699
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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