Neurozentriertes Training bei Rückenschmerzen
Das Buch ist schon beim ersten Durchblättern attraktiv. Nach einem längeren Einleitungsteil (ca. 75 Seiten) folgt der Hauptteil (ca. 130 Seiten) mit praktischen Übungen, um die Zähmung des Rückens zu erreichen. Der Blick fällt bei jeder Doppelseite
sofort auf die jeweils rechte, wo eine junge Frau auf einem Farbfoto eine ganz bestimmte Übung zeigt, die auf der linken Seite genau beschrieben wird. Wenn man nicht mittendrin einsteigen will, studiert man am besten zunächst das detaillierte Inhaltsverzeichnis auf den ersten Seiten. Die erste Übung besteht darin, das richtige Atmen kennenzulernen und praktisch umzusetzen. Im Folgenden geht es um Lockerungsübungen, um das Trainieren der Hüftbeweglichkeit, der Bauchmuskeln, der Rumpf- und Beinachse usw. Vielleicht hat sich die Autorin den Einstieg zu Beginn des Buches so vorgestellt. Der ist allerdings mühsam und zeitaufwendig. Denn in diesem "Einleitungsteil" wird zwar auch viel medizinisches Wissen mitgeteilt (was sicher wertvoll ist), aber wer hat schon so viel Zeit, sich das Ganze einzuprägen? – Im Übrigen wäre es generell auch hilfreich, wenigstens einmal an einem praktischen Kurs z.B. in der Volkshochschule teilzunehmen, in dem man Tipps von der Kursleitung bekommen könnte. Besonders größeren Büchereien ist dieses ergiebige Buch sehr zu empfehlen.
Hardy Scharf
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Neurozentriertes Training bei Rückenschmerzen
Corinna Jungblut-Pohl
Trias (2025)
216 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
kt.