Das Urknall-Experiment
Wenn auch der Titel zu hoch angesetzt ist - das "Urknall-Experiment" bezieht sich in erster Linie auf die Suche nach dem letzten Teilchen, dem Higgs-Teilchen, des Standardmodells und den Anfang der Welt wird man vielleicht nie experimentell nachvollziehen
können - so gibt das Werk doch einen sehr verständlichen Einblick in die Entwicklung von Astronomie und Atomphysik, die sich immer mehr aufeinander zu bewegen. Der Ursprung der Sterne, die Bildung von Galaxien ist ohne die Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Atomphysik nicht erklärbar. Dies zeigt der Autor, der Astronom ist, auf leicht verständliche Weise. Er beginnt bei den Spekulationen der alten Griechen, zeichnet dann den Weg der Forschung über das Mittelalter bis zur Neuzeit auf und geht schließlich auf die Bedeutung des "Large Hadron Colliders" (LHC) in Genf und die "Theorie von Allem", die Suche nach der "Weltformel", ein. Einige Abbildungen zeigen die Forschungsgeräte bzw. veranschaulichen einzelne Sachverhalte. Dazu gibt es ein Literaturverzeichnis mit Quellen und weiterführender Literatur sowie ein Sachregister. Breit zu empfehlen.
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Urknall-Experiment
Dieter B. Herrmann
Kosmos (2014)
367 S. : zahlr. Ill., graph. Darst.
fest geb.