Mein Leben für die Vögel
Wie beginnt eine herausragende Forscherkarriere? Bei Peter Berthold war es ein kleiner Ring am Bein einer Kohlmeise, der ihm auffiel und dem er als 13-jähriger Vogelliebhaber nachging. Bald wurde er ehrenamtlicher Beringer, studierte Biologie, promovierte
und habilitierte sich und wurde schließlich Leiter der zur Max-Planck-Gesellschaft gehörenden Vogelwarte Radolfzell im Schloss Möggingen am Bodenseee. So lag es nahe, dass er in seiner Autobiographie auch die Geschichte dieser Vogelwarte, einer herausragenden, 115 Jahre alten Forschungseinrichtung mitbehandelt. Besonders für jüngere Leser dürfte das Kapitel "Was eigentlich wichtig war" interessant sein, in dem er Voraussetzungen zum Erfolg darlegt, wozu u.a. Kameradschaft und gute Mitarbeiter, Sponsoren, Drittmittel und Öffentlichkeitsarbeit gehören. - Allen Tier- und vor allem Vogelfreunden, auch wegen der problematischen Entwicklung der Vogelpopulationen, sehr zu empfehlen.
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mein Leben für die Vögel
Peter Berthold
Kosmos (2016)
216, [24] S. : Ill. (z.T. farb.)
fest geb.