Brain Blues
Ängste und depressive Verstimmungen nehmen in heutiger Zeit zu, gleichzeitig auch der Wunsch nach Wohlbefinden. Unseren Vorfahren dienten Angst und Rückzug dem Überleben, heute wird das uns erhaltene Muster als Störung definiert. Der Neurobiologe
A. Hansen erklärt Vorgänge im Gehirn, die Gefühle verursachen, auch Entstehungsmechanismen für Depression, Einsamkeit und legt am Schluss den Fokus darauf, mit bekannten Mitteln wie Bewegung, gesunder Lebensweise, die unserem evolutionären Erbe Rechnung tragen, relatives Wohlbefinden zu erlangen, das nicht nach einem dauernden Glückshochgefühl, sondern nach Zufriedenheit, weil Sinnhaftigkeit strebt. Dem Autor geht es um eine positive Sicht der Angst als Alarmsystem; interessant und informativ, gerne ab größeren Beständen empfohlen.
Karola Bartel
rezensiert für den Borromäusverein.
Brain Blues
Anders Hansen ; aus dem Schwedischen von Leena Flegler
Goldmann (2023)
282 Seiten : Illustrationen (farbig)
kt.