Der Federmann

Nils Trojan und seine Kollegen von der Berliner Kripo müssen sich um eine besonders grausame Mordserie kümmern. Junge Frauen werden auf bestialische Weise ermordet und verstümmelt. Immer haben die Opfer langes blondes Haar, und immer lässt der Der Federmann Täter gerupfte Dompfaffe mit gebrochenen Flügeln und aufgeschlitztem Corpus zurück. Der Täter ist offensichtlich ein tief verstörter und gestörter Mensch. Als die Grausamkeiten zunehmen, leidet Trojan zunehmend seelisch an diesem Fall und wendet sich an die Psychologin Jana. Diese aber gerät selbst in das Visier des Mörders. - Titel und Inhalt des Thrillers erinnern den versierten Krimi-Leser unweigerlich an Mo Hayders 'Der Vogelmann'. Hier wie dort spielen brutale Morde in Kombination mit abstrusen Handlungen an Vögeln eine entscheidende Rolle. Die zunehmend gruseligen Szenarien entspringen der Phantasie einer äußerst abartigen Täterpersönlichkeit. Der Showdown, in dem das Ganze mündet, mag manchem Leser als etwas dick aufgetragen missfallen; er ist auf jeden Fall nur etwas für starke Nerven. Wer sich daran und an kleinen Ungereimtheiten nicht stört (woher z.B. hat der Mörder die vielen männlichen Dompfaffe, die in seinem Versteck herumflattern, ein scheuer, eher seltener Vogel?), den erwartet ein durchaus spannend und unterhaltend erzählter Krimi mit mehreren Erzählsträngen und realistisch gezeichneten Figuren.

Ulrike Braeckevelt

Ulrike Braeckevelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Federmann

Der Federmann

Max Bentow
Page & Turner (2011)

382 S.
kt.

MedienNr.: 349859
ISBN 978-3-442-20393-2
9783442203932
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.