Verderbnis
Nach einem immer gleichen Schema entführt ein Unbekannter einige Mädchen und terrorisiert danach deren Eltern mit Drohanrufen. Der Täter scheint der Polizei immer einen Schritt voraus zu sein, was für den eigenbrötlerischen Inspector Jack Caffery
die Ermittlungen nicht gerade leichter macht. Mit von der Partie ist auch wieder die Polizeitaucherin Flea Marley. - Nach dem etwas enttäuschenden Vorgänger ("Haut" - in BP nicht besprochen) bietet Mo Hayder hier wieder einen gut lesbaren Thriller an, ohne allerdings an ihre Höchstleistungen vergangener Zeiten heranzureichen. Nach einem etwas zögerlichen Beginn kommt die Handlung - und damit die Spannung - richtig in Gang, wenn auch Thriller-Fans (zu?) schnell auf des Rätsels Lösung kommen werden. Die Übersetzung übernahm Rainer Schmidt - hat er auch den unsäglichen Titel der deutschen Fassung (Orig.: "Gone") ausgeheckt, der der Stig-Larsson-Trilogie verdächtig nahe kommt? Das hat Mo Hayder nicht verdient. (Übers.: Rainer Schmidt)
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Verderbnis
Mo Hayder
Goldmann (2011)
446 S.
fest geb.