Henry haut ab
Henry Wilt wird von Lady Clarissa als Nachhilfelehrer für ihren schwierigen Sohn Edward engagiert. Doch so vielversprechend der Job klingt, so unangenehm ist alles, was Henry auf ihrem Landgut erwartet: Edward möchte anstatt aufs College lieber zur
Army und Menschen erschießen. Sein Stiefvater, ein menschenverachtender Friedensrichter mit Vorliebe für fettes Essen und dicke Frauen, lässt immer seinen Waffenschrank offen, in der Hoffnung, Edward würde jemanden erschießen und dafür ins Gefängnis kommen. Lady Clarissa entpuppt sich als schwere Trinkerin und ist scharf auf Henry. Als auch noch Henrys Frau mit den unmöglichen, zerstörungswilligen Vierlingstöchtern eintrifft, ist das Chaos perfekt. - Wieder einmal eine skurrile Kommödie nach bester Sharpe-Manier (s. BP 05/925) mit viel schwarzem Humor, der vor nichts haltmacht. Vielleicht nicht an allen Stellen ausgereizt, vielleicht nutzt sich Wilt als Antiheld auch langsam ab. Für Sharpe-Fans aber sehr zu empfehlen. (Übers.: Sigrun Zühlke)
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Henry haut ab
Tom Sharpe
Goldmann (2012)
315 S.
fest geb.