Das Leben einer anderen
Ein schrecklicher Hurrikan in New Hampshire bringt 1949 das Leben zweier Familien durcheinander. Neun Monate später kommen genau am gleichen Tag, zur gleichen Zeit zwei Mädchen zur Welt. Ihre Mütter nennen sie Geburtsschwestern. In wechselnder Reihenfolge
erzählen die beiden in einem inneren Monolog von ihrer Kindheit, ihrer Jugend und ihrem Erwachsenenleben. Immer wieder berühren sich ihre Leben, verknüpfen sich miteinander, nehmen die Familien und die Kinder Kontakt zueinander auf. Wie in einem Lebenspuzzle entwickelt sich allmählich ein Bild, fügen sich die Teile zusammen. Der Leser ahnt, dass ein Geheimnis vorliegt, was eng mit jener Hurrikannacht zusammenhängt. Am Ende deckt ein Brief die Geschehnisse von damals auf. Ein warmherziges Buch mit fein gezeichneten Charakteren und schön skizzierten Szenen, was den Leser berührt und bis zum Ende fesselt. (Übers.: Mara Henke)
Christiane Kühr
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Leben einer anderen
Joyce Maynard
Goldmann (2012)
317 S.
fest geb.